unbestreitbar: die welt ändert sich, wir ändern uns und die werte etwa nicht? so sehr sogar, dass ehemalige „todsünden“ ins gegenteil kippen („geiz ist geil“). daher bedarf es einer ständigen diskussion „alter und neuer“, oder auch nur anderer werte … vielleicht gendergerecht! wer aber formuliert sie und lebt sie noch glaubwürdig vor? familie und erziehung tun es, aber finden sie genug unterstützung? was sonst sollte kinder bestärken, uns einmal zu pflegen? die erosion herkömmlicher wertsysteme hat zu einer selbstverunsicherung beigetragen (ulrich beck) und zur quälerischen frage: bin ich wirklich glücklich, und andere mit mir?
um „werte“ nicht auf einen begriff der ökonomie (= „haben“) zu reduzieren, bedenken die teilnehmenden bei den 27. goldegger dialogen lieber ihre haltbarkeit im „sein“ und wie sie halt geben, „uns zwar binden, ohne uns festzubinden“ (matthias horx, goldegg 2002).
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